Kriege

Was war Kristallnacht?

Was war Kristallnacht?

Die Kristallnacht fand vom 9. bis 10. November 1939 statt, als nichtjüdische Deutsche und SA-Paramilitärs Tausende von Juden in ganz Österreich und Nazideutschland töteten und verhafteten. Es war das erste Mal, dass die Nazipolitik gegen Juden in so großem Umfang gewalttätig wurde. Der Name leitet sich von all den Glasscherben in den Straßen ab, nachdem die Fenster von Synagogen und jüdischen Geschäften und Gebäuden eingeschlagen wurden.

Die Verwüstung

Ungefähr 30.000 Juden wurden verhaftet und in Konzentrationslager gebracht, jüdische Schulen, Häuser und Krankenhäuser wurden beschädigt und durchsucht. Über 7.000 jüdische Geschäfte wurden zerstört und über 1.000 jüdische Synagogen niedergebrannt. Ausländische Journalisten berichteten, als es passierte und ihre Geschichten die ganze Welt schockierten.

Vorwand

Nachdem Herschel Grynszpan die Nachricht erhalten hatte, dass seine Familie aus Deutschland ausgewiesen wurde und ohne Geld und Lebensmittel in einem Flüchtlingslager nahe der polnischen Grenze festsaß, wo ihnen die Einreise verweigert wurde, ermordete er den deutschen Diplomaten Ernst vom Rath in Paris. Als Hitler erfuhr, dass Vom Rath am 9. November an seinen Wunden gestorben war, verließ er unwillkürlich eine NS-Dinnerparty. Joseph Goebbels sagte, der Führer habe entschieden, dass die Partei keine Demonstrationen organisieren werde, aber sollten sie spontan stattfinden, sollten sie nicht gestoppt werden. Den Parteiführern war seine Botschaft klar: Sie sollten ein Pogrom organisieren.

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Schau das Video: Kristallnacht - Night of Broken Glass Documentary (Dezember 2021).