Kriege

NSDAP - Die NSDAP

NSDAP - Die NSDAP

Am 5. Januar 1919 gründete Anton Drexler zusammen mit Gottfried Feder und Dietrich Eckart die Deutsche Arbeiterpartei DAP. Drexler wollte eine Partei gründen, die die deutsche Belegschaft unterstützt. Von Anfang an tendierte die Partei zur rechten Politik. Es war nationalistisch, rassistisch, antisemetisch, antikapitalistisch, antikommunistisch und entschlossen, in das Vorkriegsdeutschland zurückzukehren.

Obwohl die Gruppe im Jahr 1919 nur etwa 40 Mitglieder hatte, befürchteten die Behörden, dass es sich um eine kommunistische Gruppe handeln könnte, und schickten deshalb einen Geheimdienstagenten der Armee, Adolf Hitler, zur Untersuchung.

Am 12. September 1919 nahm Adolf Hitler an einer Sitzung der Deutschen Arbeiterpartei teil. Während des Treffens wurde ein Punkt angesprochen, mit dem Hitler nicht einverstanden war und eine leidenschaftliche Rede dagegen hielt. Anton Drexler war beeindruckt von Hitlers Fähigkeit, gut zu sprechen, und lud ihn ein, sich der Partei anzuschließen. Nach einiger Überzeugung stimmte Hitler zu. Er war der fünfundfünfzigste, der sich der Gruppe anschloss. (Später änderte er seine Mitgliedskarte, um zu zeigen, dass er die 7. Person war).

Am 24. Februar 1920 wurde der Name der Gruppe in Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei NSDP geändert. Im Rahmen ihres Neustarts veröffentlichte die Partei ihr 25-Punkte-Programm:

1. Wir fordern die Vereinigung aller Deutschen im Großdeutschland auf der Grundlage des Selbstbestimmungsrechts der Völker.

2. Wir fordern Gleichberechtigung des deutschen Volkes gegenüber den anderen Nationen; Aufhebung der Friedensverträge von Versailles und St. Germain.

3. Wir fordern Land und Territorium (Kolonien), um unser Volk zu ernähren, und Kolonialisierung für unsere überschüssige Bevölkerung.

4. Nur ein Mitglied der Rasse kann Bürger sein. Ein Mitglied der Rasse kann nur einer sein, der deutsches Blut hat, ohne Rücksicht auf das Glaubensbekenntnis. Folglich kann kein Jude ein Mitglied der Rasse sein.

5. Wer keine Staatsbürgerschaft besitzt, darf nur als Gast in Deutschland leben und muss der Ausländergesetzgebung unterliegen.

6. Das Recht, Angelegenheiten der Verwaltung und des Rechts zu bestimmen, steht nur dem Bürger zu. Deshalb fordern wir, dass jedes öffentliche Amt, gleich welcher Art, ob im Reich, im Landkreis oder in der Gemeinde, nur von Bürgern besetzt wird. Wir bekämpfen die korrupte parlamentarische Wirtschaft, die nur nach parteipolitischem Willen und ohne Rücksicht auf Charakter oder Fähigkeiten im Amt bleibt.

7. Wir fordern, dass der Staat zuerst angeklagt wird, den Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihren Lebensunterhalt und ihre Lebensweise zu sichern. Wenn es unmöglich ist, die Gesamtbevölkerung des Staates zu erhalten, müssen die Angehörigen ausländischer Nationen (Nichtstaatsangehörige) aus dem Reich ausgeschlossen werden.

8. Eine weitere Einwanderung von Nichtstaatsangehörigen ist zu verhindern. Wir fordern, dass alle Nichtdeutschen, die seit dem 2. August 1914 nach Deutschland eingewandert sind, sofort gezwungen werden, das Reich zu verlassen.

9. Alle Bürger müssen gleiche Rechte und Pflichten haben.

10. Die erste Verpflichtung eines jeden Bürgers muss darin bestehen, sowohl geistig als auch körperlich zu arbeiten. Die Tätigkeit des Einzelnen soll nicht den Interessen der Allgemeinheit entgegenwirken, sondern muss im Rahmen des Ganzen zum Wohle aller erfolgen. Wir fordern daher:

11. Abschaffung der unverdienten Einkommen (Arbeit und Arbeit). Bruch der Mietsklaverei.

12. In Anbetracht des ungeheuren Opfers an Eigentum und Blut, das jeder Krieg vom Volk verlangt, muss die persönliche Bereicherung durch einen Krieg als Verbrechen gegen das Volk bezeichnet werden. Deshalb fordern wir die vollständige Einziehung aller Kriegsgewinne.

13. Wir fordern die Verstaatlichung aller (bisherigen) verbundenen Branchen (Trusts).

14. Wir fordern eine Aufteilung der Gewinne aller Schwerindustrien.

15. Wir fordern eine Ausweitung der Altersvorsorge in großem Umfang.

16. Wir fordern die Schaffung einer gesunden Mittelschicht und ihre Erhaltung, die sofortige Vergemeinschaftung der großen Lagerhäuser und ihre kostengünstige Vermietung an kleine Unternehmen, wobei alle kleinen Unternehmen bei Verträgen mit dem Staat, dem Landkreis oder der Gemeinde die größte Rücksicht zu nehmen haben.

17. Wir fordern eine an unsere Bedürfnisse angepasste Bodenreform, die Einführung eines Gesetzes zur freien Enteignung von Land zum Zwecke des öffentlichen Nutzens, die Abschaffung der Bodensteuern und die Verhinderung jeglicher Spekulation auf Grund und Boden.

18. Wir fordern einen rücksichtslosen Kampf gegen diejenigen, deren Tätigkeit dem Allgemeininteresse schadet. Gemeinsame nationale Verbrecher, Wucherer, Schieber usw. sollen ohne Rücksicht auf Beichte oder Rasse mit dem Tod bestraft werden.

19. Wir fordern die Ersetzung eines deutschen Gewohnheitsrechts anstelle des einer materialistischen Weltordnung dienenden römischen Gesetzes.

20. Der Staat soll für eine grundlegende Rekonstruktion unseres gesamten nationalen Bildungsprogramms verantwortlich sein, damit jeder fähige und fleißige Deutsche eine Hochschulausbildung erhalten und anschließend in leitende Positionen eingeführt werden kann. Die Unterrichtspläne aller Bildungseinrichtungen sollen den Erfahrungen des praktischen Lebens entsprechen. Das Verständnis des Staatsbegriffs muss von der Staatsbürgerkunde bereits zu Beginn des Verstehens angestrebt werden. Wir fordern die Ausbildung herausragender intellektuell begabter Kinder armer Eltern auf Kosten des Staates ohne Rücksicht auf Stellung oder Beruf.

21. Der Staat hat für die Verbesserung der Volksgesundheit Sorge zu tragen, indem er Mutter und Kind schützt, Kinderarbeit verbietet, die körperliche Fitness fördert, eine Turn- und Sportpflicht einführt und dies nach Kräften unterstützt alle Organisationen, die sich mit der körperlichen Unterweisung von Jugendlichen befassen.

22. Wir fordern die Abschaffung der Söldnertruppen und die Bildung einer nationalen Armee.

23. Wir fordern rechtliche Ablehnung bekannter Lügen und deren Verbreitung durch die Presse. Um die Bereitstellung einer deutschen Presse zu ermöglichen, fordern wir, dass:

ein. Alle Autoren und Mitarbeiter der Zeitungen, die in deutscher Sprache erscheinen, sind Mitglieder des Rennens:

b. Ausländische Zeitungen bedürfen der ausdrücklichen Genehmigung des Staates zur Veröffentlichung. Sie dürfen nicht in deutscher Sprache gedruckt werden:

c. Nichtdeutschen ist gesetzlich jegliches finanzielle Interesse an deutschen Veröffentlichungen oder jeglicher Einflussnahme auf sie sowie als Strafe für Verstöße das Schließen einer solchen Veröffentlichung sowie der sofortige Ausschluss des betreffenden Nichtdeutschen aus dem Reich untersagt. Veröffentlichungen, die dem Allgemeinwohl zuwiderlaufen, sind zu verbieten. Wir fordern die rechtliche Verfolgung von künstlerischen und literarischen Formen, die einen zerstörerischen Einfluss auf unser nationales Leben ausüben, und die Schließung von Organisationen, die sich den oben gestellten Forderungen widersetzen.

24. Wir fordern Religionsfreiheit für alle Konfessionen innerhalb des Staates, solange sie nicht seine Existenz gefährden oder den moralischen Sinnen der germanischen Rasse entgegenwirken. Die Partei als solche tritt für den Standpunkt eines positiven Christentums ein, ohne sich konfessionell an eine Konfession zu binden. Sie bekämpft den jüdisch-materialistischen Geist in und um uns und ist überzeugt, dass eine dauerhafte Wiederherstellung unserer Nation nur von innen heraus gelingen kann, wenn der gemeinsame Nutzen dem individuellen Nutzen vorausgeht.

25. Für die Ausführung all dessen fordern wir die Bildung einer starken Zentralmacht im Reich. Unbeschränkte Befugnisse des Zentralparlaments über das gesamte Reich und seine Organisationen im Allgemeinen. Die Bildung von Staats- und Berufskammern zur Durchführung der vom Reich in den verschiedenen Bundesstaaten erlassenen Gesetze. Die Parteiführer versprechen, erforderlichenfalls durch Opferung ihres eigenen Lebens, die Umsetzung der oben genannten Punkte ohne Rücksicht zu unterstützen.

Am 28. Juli 1921 wurde Adolf Hitler Parteichef. Ende 1921 war die Partei mit 3000 Mitgliedern ziemlich gut etabliert. Die Partei hatte das Hakenkreuz als Symbol übernommen, die Hitlerjugend für die Kinder der Parteimitglieder und die SA gebildet, Sturmtruppen als Parteimilizgruppe gegründet.

Nach dem gescheiterten Münchner Putschversuch, die bayerische Regierung zu stürzen, wurde Hitler im November 1923 inhaftiert. Bei seiner Freilassung im Dezember 1925 beschloss er, mit gewaltfreien, legitimen Mitteln die Macht zu erringen. Die SA wurde von der Hauptpartei getrennt und übernahm die Rolle einer Selbsthilfegruppe. Die SS, Hitlers Leibwächter, nahm eine ähnliche Rolle ein.

Die NSDAP kandidierte für die Wahlen, erhielt jedoch zunächst nur wenige Sitze im Reichstag. Sie gewannen deutlich mehr Unterstützung, als Deutschland infolge der Weltwirtschaftskrise in eine Finanzkrise geriet und Hitler im Januar 1933 zum deutschen Bundeskanzler ernannt worden war.

Jahr

Stimmen

% der Gesamtabstimmung

Reichstagssitze

Mai 1924

1,918,300

6.5

32

Dezember 1924

907,300

3

14

Mai 1928

810,100

2.6

12

September 1930

6,409,600

18.3

107

Juli 1932

13,745,800

37.4

230

November 1932

11,737,000

33.1

196

März 1933

17,277,000

43.9

288

Das Verbot der Kommunistischen Partei nach dem Reichstagsbrand am 27. Februar bescherte den Nationalsozialisten eine deutliche Mehrheit im Parlament. Das im März 1933 verabschiedete Ermächtigungsgesetz gab Hitler die Befugnis, Gesetze zu erlassen, ohne das Parlament zu konsultieren.

Während des Jahres 1933 wurden alle politischen Parteien außer der NSDAP verboten, die Mitgliedschaft in der Hitlerjugend wurde für alle Teenager zur Pflicht gemacht, die Kommunalverwaltung wurde von den Nationalsozialisten übernommen und Gewerkschaften wurden verboten. Die Geheimpolizei, die Gestapo, wurde ebenfalls gebildet. Ein Jahr später, in der Nacht der langen Messer, wurden alle SA-Führer ermordet, die mit Hitlers Politik nicht einverstanden waren.

Nach dem Tod von Präsident Hindenburg im August 1934 verband Hitler das Amt des Kanzlers und des Präsidenten, um Führer Deutschlands zu werden. Von diesem Zeitpunkt an bis zum Sturz der Nazis 1945 war es Hitler als Diktator und nicht die Nazipartei, die die wahre Macht innehatte. Mitglieder der NSDAP behielten ihre Positionen bei, solange sie zugunsten Hitlers blieben.

Führende Mitglieder der NSDAP

  • Adolf Hitler - Führer
  • Rudolph Hess - Stellvertretender Vorsitzender (1941 gefangen genommen)
  • Hermann Göring - Minister für Luftfahrt, Kommandeur der Luftwaffe
  • Heinrich Himmler - Chef der SS, Polizeichef
  • Josef Goebels - Propagandaminister
  • Reinhard Heydrich - Chef der Gestapo (ermordet 1942)
  • Joachim von Ribbentrop - Außenminister

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