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D-Day: Kommandos

D-Day: Kommandos

Der folgende Artikel über D-Day Commandos ist ein Auszug aus der D-Day-Enzyklopädie von Barrett Tillman.


Nach den irregulären Milizorganisationen der Boers in Südafrika am Ende des neunzehnten Jahrhunderts wurden britische Spezialeinheiten, die für die Eroberungseinsätze ausgebildet und ausgerüstet waren, Kommandos genannt. Die Notwendigkeit für Elite-Raider entstand zu Beginn des Zweiten Weltkriegs, als die britische Armee vom europäischen Kontinent vertrieben wurde. Angesichts der Aussicht auf eine deutsche Invasion brauchte Großbritannien Mittel, um offensiv vorgehen zu können, und die Kommandos waren geboren.

Die ersten im Juli 1940 organisierten Kommandos bestanden aus freiwilligen Offizieren und Soldaten, hauptsächlich Infanterieeinheiten. Die Organisationsstruktur sah ein Hauptquartier und zehn Truppen mit jeweils fünfhundert oder mehr Mitarbeitern vor. Die ersten beiden Truppen bestanden größtenteils aus Männern, die zuvor in freien oder unabhängigen Infanteriefirmen gedient hatten und daher daran gewöhnt waren, selbständig zu arbeiten.

Im November 1940 wurden die Kommandos unter Brig zu einer speziellen Dienstbrigade zusammengeschlossen. J. C. Haydon. Er begründete den Ruf der Einheit für körperliche und geistige Belastbarkeit, realistisches (oft gefährliches) Training und mutige Pläne, die kühn ausgeführt wurden. Nachfolger von Haydon wurde Oberst R. E. Laycock, der als Generalmajor die kombinierten Operationen beaufsichtigte.

Die Organisation entwickelte sich während des Krieges und bis 1945 bestand ein 450 Mann starkes Kommandobataillon aus einem Hauptquartier, fünf Truppen (Kompanien) und einer schweren Waffentruppe. Ähnlich wie bei Operationen in der Luft waren die Kommandos im Wesentlichen leichte Infanteristen, die ohne Rüstung oder Artillerie kämpften. Folglich setzten sie auf Schnelligkeit, Überraschung und hohe Feuerkraft. Kommandotruppen besaßen verhältnismäßig mehr automatische Waffen als Infanteristen, insbesondere Bren-Kanonen und Maschinenpistolen.

Da so viele Kommandotätigkeiten mit einem Angriff vom Meer aus verbunden waren, wurde ein spezieller Bootsabschnitt gebildet, teilweise mit Unterstützung der Royal Marines. Da im besetzten Europa notgedrungen viele Kommandooperationen stattfanden, waren auch verschiedene alliierte Nationen vertreten. Das Kommando der Alliierten unter britischer Führung bestand aus zwei französischen Truppen und je einer aus Belgien, Holland, Norwegen und Polen. Es gab auch eine Truppe aus einheimischen Deutschen und Österreichern, die eine Chance wollten, gegen die Nazis zu kämpfen.

Die britischen Spezialeinheiten wurden im September 1943 zusammengelegt, als sich die Special Service Brigade mit der Royal Marine Division zusammenschloss. Die endgültige Umstrukturierung erfolgte 1944 in Form der Commando Group. Seine Zusammensetzung war ungefähr halb Armee und halb Marinesoldaten unter einer Hauptquartiergruppe, vier Brigaden, einem Ingenieurkommando und Trainingseinheiten. Letzterer spezialisierte sich auf die Grundausbildung von Kommandos und ein Bergkriegszentrum. Während einige Spekulationen über das Endziel des letzteren bestanden (Hitlers angeblicher Berghof Redoubt wurde erwähnt), erwies es sich in der Praxis als nützlich bei Angriffen auf Klippen am Meer.

Zwischen 1940 und 1944 schlugen Kommandos überall dort ein, wo deutsche Truppen stationiert waren. Razzien wurden an der französischen Küste, in Norwegen, Nordafrika, Madagaskar, im Nahen Osten sowie in Sizilien und Italien durchgeführt.

Am D-Day landeten zwei Sonderdienstbrigaden von D-Day-Kommandos in der Normandie. Die First Brigade operierte mit der britischen Sixth Airborne Division an der Ostflanke der Landungsstrände, während die Fourth Brigade auf D + 6 in den Kampf zog. Beide Brigaden waren in späteren Aktionen in Westeuropa, einschließlich des Rheinübergangs, aktiv.

Zwei weitere Brigaden, darunter Italien und der Ferne Osten, hatten sich zum Kampf verpflichtet. Wo immer sie verlobt waren, machten sich Kommandos bemerkbar. Sieben Männer erhielten das Victoria Cross, darunter Oberstleutnant Geoffrey Keyes, der im November 1941 bei dem Überfall auf das nordafrikanische Hauptquartier von Feldmarschall Erwin Rommel starb.

Als Chef der kombinierten Operationen setzte Adm. Lord Louis Mountbatten Kommandos effektiv ein und galt im Volksmund als das "Oberkommando" Großbritanniens.

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