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Panzerabwehrwaffen: Amerikaner

Panzerabwehrwaffen: Amerikaner

Der folgende Artikel über Panzerabwehrwaffen ist ein Auszug aus der D-Day-Enzyklopädie von Barrett Tillman.


Panzerabwehrwaffen: Amerikaner

Bazooka

Offiziell als Panzerabwehrraketenwerfer bekannt, war die "Bazooka" die berühmteste amerikanische Panzerabwehrwaffe des Zweiten Weltkriegs. Benannt nach seiner Ähnlichkeit mit dem "Gaspipe Horn" des Musikers Bob Burns, wurde die Waffe tatsächlich in mehreren Modellen unterschiedlicher Größen und Gewichte hergestellt. Der M1-Raketenwerfer, der 1942 entwickelt wurde, war ein 54 Zoll langes Hohlrohr mit einem Gewicht von etwa 13 Pfund. Eine 3,2-Pfund-Rakete mit einem Durchmesser von 2,36 Zoll wurde in das Verschlussende eingesetzt und durch eine am Trägerraketenwerfer montierte Trockenbatterie elektrisch gezündet.

Die gebräuchlichsten Kriegsmodelle waren die Modelle M1 und M9, aber alle hatten eine gemeinsame Konfiguration - einen Skelettschulterstock, einen einfachen Pistolengriff, der unter dem Rohr angebracht war, und ein optisches Visier auf der linken Seite. Der M9A1 war einundsechzig Zoll lang und wog etwa 20,3 Pfund. Das Projektil enthielt acht Unzen Pentolith und wurde als in der Lage angesehen, drei bis vier Zoll Rüstung bei ungefähr einhundert Metern zu durchdringen. Allerdings konnte nicht einmal der Hohlladungsgefechtskopf M7A1 den vorderen Glacis eines Panther- oder Tigerpanzers durchdringen.

Im Zweiten Weltkrieg wurden ungefähr 490.000 Bazookas gebaut.

Panzerabwehrwaffen: Britisch

PIAT

Der britische Erfindungsreichtum war für den federbetriebenen PIAT verantwortlich, der für Projector, Infantry, Anti Tank stand. Die 3,5-Pfund-Rakete konnte bis zu zehn Zentimeter Panzerung durchschlagen, und die Waffe galt als halbautomatisch, weil sie sich beim Abfeuern selbst spannte. Der PIAT Mark I war vierzig Zentimeter lang und 34,5 Pfund schwer. Er wurde für siebzig und hundert Meter gesichtet. Da es kein Raketenprojektil abfeuerte, hatte das Heck der Waffe einen gepolsterten Schaft, während das Rohr mit einem festen Zweibein und einem Halbpistolengriff ausgestattet war. Trotz seiner Wirksamkeit gegen viele gepanzerte Fahrzeuge erwies sich der PIAT als feuergefährlich und im Kampf als schwierig nachzuladen.

Panzerabwehrwaffen: Deutsch

Angesichts der überwältigenden Zahl sowjetischer Panzer brauchte die deutsche Armee alle möglichen Panzerabwehrwaffen. Die gleiche Fähigkeit wurde in Frankreich erforderlich, wo bedeutende US-, britische und kanadische Rüstungen eingesetzt wurden. Schultermontierte Waffen, die in etwa mit der amerikanischen Panzerfaust vergleichbar waren, umfassten zwei Haupttypen.

Panzerfaust

Der 1943 entwickelte Panzerfaust I ("Larger") war an sich einfach: eine hohle Röhre von 800 mm (32 Zoll) Länge, die eine Granate mit 150 mm (6 Zoll) Durchmesser abfeuerte, die 10 Zoll über die Vorderseite der Röhre hinausragte. Es wurde durch Drücken eines Knopfes abgefeuert, der eine Feder auslöste, die wiederum Schwarzpulvertreibmittel detonierte. Der 6,13-Pfund-Sprengkopf der Granate enthielt eine Sprengladung von 3,6 Pfund. Die effektive Reichweite betrug dreißig Meter, obwohl einige Modelle auf fünfundsiebzig Meter kalibriert waren. Ein geladener Panzerfaust wog ungefähr 11,7 Pfund - vergleichbar mit der entladenen amerikanischen Panzerfaust.

Der Panzerfaust II wurde als "Kleiner" bezeichnet, weil sein 3,9-Zoll-Projektil ein "All-up" -Gewicht von nur 7,1 Pfund erbrachte. Die effektive Reichweite betrug ebenfalls etwa dreißig Meter, aber die 1,6-Pfund-Sprengladung konnte keine Panzerung mit der gleichen Dicke durchschlagen. Bis Mai 1944 hatte die Produktion vierhunderttausend Einheiten erreicht.

Tausende von Panzerfauste wurden gefangen genommen, und Generalmajor James M. Gavin beabsichtigte, für den geplanten Sprung in den Berliner Flughafen Templehoff einen an fast jeden Soldaten der achtundzwanzigsten Luftlandedivision auszustellen. Die deutsche Hauptstadt fiel jedoch in die Sowjetzone, so dass die Operation nie fortgesetzt wurde.

Raketenpanzerbuchse

Der Raketenwerfer vom Typ 54/1 (88 mm), auch Panzerschreck ("Panzerterror") Ofenrohr ("Ofenrohr") genannt, war 4,5 Fuß lang und mit 21 Pfund fast doppelt so schwer wie die M1-Panzerfaust. Das deutsche Projektil konnte bis zu acht Zoll vertikale Panzerung und sechs Zoll vierzig-Grad-Panzerung auf 220 Meter vereiteln. Der mächtige Raketenantrieb des Projektils bedrohte jedoch den Schützen, der einen sperrigen Explosionsschutz benötigte. Der 1944 errichtete Panzerbuchse wurde weitgehend durch den einfacheren, billigeren Panzerfaust ersetzt. Die dicken Hecken der Normandie boten den Panzerfaust-Schützen eine hervorragende Deckung, um die alliierten Rüstungen aus nächster Nähe einzusetzen.



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