Kriege

DD-Tank: Duplex-Antriebstanks

DD-Tank: Duplex-Antriebstanks

Der folgende Artikel über den DD Tank ist ein Auszug aus der D-Day-Enzyklopädie von Barrett Tillman.


Für Operation Overlord wurden 514 Panzer mit Duplex-Antriebssätzen modifiziert, um den gepanzerten Fahrzeugen eine Amphibienfähigkeit zu verleihen. Dies verwandelte sie in den „DD-Tank“ - den Duplex-Antriebstank. Die Modifikationen - ein britisches Konzept - umfassten hauptsächlich ein Doppelschrauben-Antriebssystem am Heck des Fahrzeugs für die Wassernavigation und aufblasbare Röcke oder "Bloomer", um den Auftrieb zu unterstützen. Obwohl das Arrangement für seichtes Wasser wie Flüsse gut funktionierte, erwies es sich bei Seegang als katastrophal. Die Röcke hatten nur einen niedrigen Freibord, so dass die Rümpfe leicht überflutet werden konnten.

Der einundzwanzigste Stab der Armeegruppe von General Bernard Montgomery beschloss, die DDTanks in der ersten Welle an Land zu schicken, unterstützt von Seegeschossen. Man war der Ansicht, dass die frühe Präsenz des DDTank an den Stränden die Deutschen demoralisieren und Sammelpunkte für die Angriffstruppen sowie dringend benötigte Feuerkraft gegen feindliche Festungen schaffen würde.

Es wurde erwartet, dass sich der DD-Panzer aus bis zu drei Seemeilen vor der Küste durch raue See und Gegenwind wälzt, aber nur sehr wenige überlebten die Reise. Von einer Gruppe von 29 DD Shermans, die fünftausend Meter vor der Küste starteten, erreichten nur zwei die Küste. Viele Besatzungen ertranken mit ihren Panzern, während andere gezwungen waren, das Schiff zu "verlassen", als die unbeholfenen Fahrzeuge sanken oder kenterten. Andere hatten jedoch mehr Glück, darunter einer in einem LCM mit einem Bug, der sich weigerte, sich abzusenken, sodass das Boot sich zum Entladen selbst auf den Strand setzen musste. Einige Kommandeure hatten erkannt, dass das Konzept an diesem Tag völlig ungeeignet für die Bedingungen vor der Normandie war, und den Befehl zum Abschuss der DD-Panzer ignoriert. Das Panzerbataillon 743d lieferte alle seine Shermans direkt an den Strand.